Hier finden Sie eine Kurzübersicht unserer Veranstaltungen nach der Sommerpause...
Hazel Rosenstrauch
Joachim Dyck
Rafael Seligmann
Freitag, den 10. September 2010 Hazel Rosenstrauch liest aus "JUDEN NARREN DEUTSCHE" Eintritt frei, Beginn 20 Uhr, Einlaß 19:30 Uhr
Hazel Rosenstrauch bezeichnet sich als unjüdische Jüdin und nennt ihre Texte "Deutsche Studien". Als Nachkömmin von Verfolgten beobachtet sie – skeptisch, heiter und auch böse – die Erinnerungskultur in Deutschland, Österreich und ein bisschen auch in Europa.
Freitag, den 24. September 2010 Joachim Dyck liest aus "Benn in Berlin". Eine Buchpremiere! Eintritt frei, Beginn 20 Uhr, Einlaß 19:30 Uhr
Gottfried Benn, einer der wichtigsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts, in einer faszinierenden Orts- und Lebensbesichtigung.
Benn und Berlin das scheint eher eine Selbstverständlichkeit. Seit Beginn seines Studiums 1904 ist er mit der Stadt eng verbunden, arbeitet hier, hat hier seine ersten literarischen Auftritte und Erfolge.
Am Freitag, den 29. Oktober 2010 Rafael Seligmann liest aus "Deutschland wird dir gefallen". Autobiographie Eintritt frei, Beginn 20 Uhr, Einlaß 19:30 Uhr
Als der zehnjährige Rafael Seligmann aus Israel nach München zieht, ist er plötzlich Analphabet. Deutsch ist seine Muttersprache, aber er kann sie zunächst weder lesen noch schreiben. Doch kommt er nie auf die Idee, seine jüdische Identität zu verleugnen auch nicht, als er feststellt, dass die israelische Militärgesellschaft nicht die seine ist.
Schuld von Schirach, Ferdinand von; Gebunden Stories. 208 S. 21 cm 363g , in deutscher Sprache. 2010 Piper ISBN 978-3-492-05422-5 17.95 EUR inkl. gesetzl. USt
Das Ende der Geduld von Heisig, Kirsten; Kartoniert Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter. 205 S. 19,5 cm 241g , in deutscher Sprache. 2010 Herder, Freiburg ISBN 978-3-451-30204-6 14.95 EUR inkl. gesetzl. USt Als E-Book für 12,99 EUR
Ich wollte keine Frage ausgelassen haben von Johnson, Uwe; Gebunden Gespräche mit Fluchthelfern. Mit enem Anhang: "Eine Kneipe geht verloren" von Uwe Johnson. Hrsg. v. Burkhart Veigel . 245 S. 20,5 cm 406g , in deutscher Sprache. 2010 Suhrkamp ISBN 978-3-518-42151-2 22.80 EUR inkl. gesetzl. USt
Irène Némirovsky von Philipponnat, Olivier; Lienhardt, Patrick; Gebunden Die Biographie. Übersetzung: Moldenhauer, Eva . Originaltitel: La Vie d' Irène Némirovsky 576 S., Duoton-Fotos. 23,5 cm 961g , in deutscher Sprache. 2010 Knaus ISBN 978-3-8135-0341-8 29.95 EUR inkl. gesetzl. USt
Der patagonische Hase von Lanzmann, Claude; Gebunden Erinnerungen. Übersetzung: Skwara, Erich W.; Steinitz, Claudia; Heber-Schärer, Barbara. Originaltitel: Le Lièvre de Patagonie 544 S. 2010 Rowohlt, Reinbek ISBN 978-3-498-03939-4 24.95 EUR inkl. gesetzl. USt
Lange erwartet: die deutsche Ausgabe der Autobiographie des Schöpfers von "Shoah"
Claude Lanzmanns Film "Shoah" ist ein Monument der Erinnerungskultur, das die Vernichtung der europäischen Juden in einzigartiger Weise dokumentiert. Mit seiner Autobiographie hat Lanzmann erneut ein bewegendes Werk geschaffen. Er erzählt von seiner Kindheit im Krieg, seiner Jugend in der Résistance, der Nachkriegszeit in Paris, Tübingen und Berlin, der Arbeit für Jean-Paul Sartres Zeitschrift "Les Temps Modernes" die er bis heute herausgibt und nicht zuletzt den Liebesbeziehungen zu Simone de Beauvoir und Angelika Schrobsdorff. Seine Erinnerungen umfassen das ganze 20. Jahrhundert, seine Schrecken wie seine Freiheitsmöglichkeit. In Frankreich mit großer internationaler Resonanz erschienen, wurden diese Memoiren 2009 zum Sachbuch des Jahres gewählt. Der Hase, das ist das Tier, das Claude Lanzmann so oft in Auschwitz sah und in dem er als 70-Jähriger in Patagonien die eigene Lebensrolle erkennt: als Aufhorchender, der in die Tiefe der Zeiten hineinlauscht. In diesem Buch lässt er seine Leser daran teilhaben.
Erich Wolfgang Skwara, 1948 in Salzburg geboren, lebt in Paris, Italien und in den USA, wo er in San Diego an der Universität Kultur- und Literaturwissenschaften lehrt. Er ist Autor von Gedicht-, Prosa- und Erzählungsbänden sowie Romanen, darunter "Pest in Siena" (1976), "Eis auf der Brücke" (1991), "Die heimlichen Könige" (1995) und "Zerbrechlichkeit" (2002). Neben seinem schriftstellerischen Schaffen hat er etwa Rousseau, Flaubert, Thomas Wolfe, Tennessee Williams ins Deutsche übersetzt. Er wurde u. a. 2002 mit dem Hermann-Lenz-Preis ausgezeichnet, und 2003 wurde ihm vom österreichischen Bundespräsidenten der Professorentitel verliehen.
Claudia Steinitz, geboren 1961, lebt in Berlin und übersetzte aus dem Französischen und Italienischen u. a. Gabriele D'Annunzio, Henri-Frederic Blanc, Gerald Messadie und Jean-Christophe Rufin.
Alissa Walser, 1961 geboren, Studium der Malerei in New York und Wien, Übersetzungen aus dem Englischen (Theaterstücke u. a. von Albee, Oates und "Die Tagebücher" von Silvia Plath), lebt in Frankfurt a. M. 1992 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Bettina-von-Arnim-Preis.
"Seit 1990 ist sie auch schriftstellerisch und als Übersetzerin tätig und arbeitet gelegentlich zusammen mit ihrem Vater. Ihre Prosa dreht sich immer wieder um den Umgang von Menschen miteinander, um Beziehungen zwischen Männern und Frauen, stets auch um die Beziehung zum eigenen Körper, zur Sexualität. In viele ihrer Geschichten fügte die Autorin Zeichnungen ein, die den Text zu unterbrechen scheinen, jedoch die Geschichte auf einer anderen Ebene weiterführen. Diese kleinen linearen Zeichnungen können wie Vexierbilder auf unterschiedliche Weise gelesen werden. Das Zusammenspiel von Bild und Text war ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit vor 2010.
Die Autorin ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland."
Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaften zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen, und bald gibt es erste Heilerfolge ... In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.
Die junge Irin Eilis Lacey wandert um 1950 nach Amerika aus, um in Brooklyn eine neue Arbeit zu finden. Doch sie passt sich nur langsam an das neue Leben an, schließt nicht leicht Freundschaft. Ganz allmählich gewinnt sie Selbstvertrauen und merkt, dass sie zu einer selbständigen, erwachsenen Person geworden ist. Das macht ihr die Entscheidung zwischen Irland und Amerika, zwischen dem einen und dem anderen Mann, nicht leichter. Der preisgekrönte Autor Colm Tóibin beschreibt eindrucksvoll ein klassisches Schicksal einer Emigration, den Werdegang einer ganz normalen Frau - ganz und gar aus ihrer Perspektive gesehen.
Es ist eine gefährliche Frage, die bereits den Keim einer Eifersucht enthält: Wie war das eigentlich mit dir, bevor wir uns kannten? Die beiden sind seit Kurzem ein Paar, und sie stellt ihm jene Frage. Seine Antwort wird zu einem Gespinst aus Wahrheit und Dichtung, einem wahren Lügenpalast, errichtet aus soliden Bausteinen von Wirklichkeit. Auf der Bühne Frankfurts inszeniert Martin Mosebach, mit detektivischer Genauigkeit und meisterhafter Sprachkunst, ein böses Spiel von Liebe und Zufall.
Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, lebt dort als Schriftsteller nach dem Studium der Rechtswissenschaften. Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Auszeichnungen: 1980 Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung, 1999 Heimito-von-Doderer-Preis und 2002 Heinrich-von-Kleist-Peis, 2006 Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, 2007 Georg-Büchner-Preis.